Beschluss des 41. Landesjugendtreffens am 11.04.2026 in Erfurt.
Der Linksjugend [‘solid] Landesverband Thüringen wird beauftragt, seine Arbeit und Präsenz im ländlichen Raum verbindlich zu stärken und strukturell abzusichern.
Sinn und Ziel öffentlichkeitswirksamer Arbeit und Veranstaltungen der Linksjugend [‘solid] liegen nicht in der Selbstbespaßung, sondern dienen dazu, die politischen und gesellschaftskritischen Positionen unseres sozialistischen Jugendverbandes in die Welt zu tragen.
Es ist liegt in der Natur der Sache, bzw. an der Größe der Einwohner:innenzahl, dass Veranstaltungen in größeren) Städten mehr Menschen erreichen und hinsichtlich Organisationsaufwand, Ressourcen und Erfolgschancen sinnvoller scheinen, als weniger besuchte (vermeintlich erfolglose) Veranstaltungen im ländlichen Raum. Es sollte jedoch ein zentrales Anliegen eines Landesverbandes, der zum Großteil vom ländlichen Raum geprägt ist, sein, diesen nicht abzuschreiben, sondern zurückzugewinnen.
Um dieses Ziel zu erreichen, erscheinen folgende Maßnahmen notwendig:
a) Der Landessprecher:innenrat recherchiert, welche vom LSP:R eigens organisierten landesweiten Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren
– ausschließlich in den Städten Jena, Weimar und Erfurt stattgefunden haben,
– welche im ländliche(re)n Raum veranstaltet wurden und
– wie groß die finanziellen Aufwendungen jeweils waren.
Darüber informiert der LSP:R die Versammlung zum nächsten Landesjugendtreffen.
Sinn und Zweck dieser Recherche ist,
– festzustellen, wie zentriert die landesweiten Veranstaltungen auf die Städte tatsächlich sind,
– herauszufinden, welche Veranstaltungsarten nur bzw. besser/schlechter in der Stadt bzw. im ländlichen Raum funktionieren und
– die Ausgewogenheit der Verteilung finanzieller Mittel für Veranstaltungen in Stadt und Land zukünftig zu gewährleisten.
b) Die Basisgruppen tragen eigene lokale Veranstaltungsideen für ihre Städte und Regionen bis zur nächsten Sitzung des Basisgruppenrats zusammen. Dort werden die Ideen miteinander geteilt und Erfahrungen ausgetauscht. Dadurch entsteht ein großer Pool an Möglichkeiten und es können unerfahrenere und neue Basisgruppen von erfahreneren lernen. Im Anschluss sollten die Basisgruppen miteinander individuell in Kontakt treten, um gemeinsame Konzepte für ihre Veranstaltungsideen zu entwickeln, die regional beschränkt, oder auch landesweit durchführbar sind.
c) Es gründet sich eine AG „Skillsharing“, die Skills und Wissen von „Wie schreibe ich einen Finanzantrag“ über „Wie erstelle ich einen Social Media Beitrag“ bis hin zu „Wie organisiere ich eine Veranstaltung“ bedarfsorientiert in ausführlichen Skillshare-Veranstaltungen und Workshops vermittelt. Dazu findet die AG geeignete (möglichst ressourcenschonende) Formate, ob in Präsenz oder online; in einer Handreichung oder einem Tages-Workshop. Somit wird der Landessprecher:innenrat, der bisher Skillsharing organisiert und betrieben hat, entlastet und den Basisgruppen kommt eine qualitative, quantitative und bedarfsgerechte Wissensvermittlung zu gute.